Armut in Deutschland: Hartz IV, Jens Spahn und die dreiste Online-Petition

Jens Spahn sollte einen Monat mit Hart IV leben, ginge es nach den teuflischen Wünschen des Pöbels, der sich empört und wüten zeigt darüber, dass ein Volldepp als Minister auf Hartz IV-Bezieher urinierte sowie verarmte Menschen verhöhnte.

Spahn wird es tapfer ertragen und den verarmten Menschen mit einem mitfühlenden Blick nach unten gedenken. Die armen Opfer.
Aber einen langen langen Monat von Hartz IV leben zu müssen, und sei es nur aus Jux und Tollerei, ein solches Experiment würde Spahn wohl als würdelos bezeichnen, als nicht akzeptabel, abartig und unter aller Sau-Würde – für einen Leistungsträger seines Formats jedenfalls.

Obwohl: Die Übung wäre für ihn wie bezahlte Urlaubstage, inklusive Crashkurs »Überlebenstraining Bedarfsgemeinschaft« und ein Zertifikat gibt es als Zubrot, weil die Maßnahme erfolgreich absolviert wurde – sanktionsbefreit sogar.

Allerdings: Diesen Spaß sollten wir ihm nicht gönnen. Spahn könnte sich daran gewöhnen und den Spieß umdrehen, beispielsweise eine lustige Petition starten, um an den Vorzügen einer Ministergrundsicherung für dreißig Tage teilhaben zu können.
Wäre doch der Brüller schlechthin – oder?
Klar, finanzierbar wäre es nicht, Leistungsgehälter millionenfach zu verbraten, Spahn und Spähne würden bald am Hungertuch nagen und bei der nächsten Suppenküche aufstockend nach Nahrung brüllen betteln gehen, ihre Teilhabe am Futtertrog (gedeckter Armutstisch) dazu noch teilen.
Igitt, denkt Jens, bestellt sich ein Armutsmenü, wendet sich angeekelt ab und kotzt in den nächsten Container.
Mahlzeit Herr Spahn, und niemals dummdreist herumkotzen.

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